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ALLGÄU-TOURENANGEBOT: ACHTSAMKEIT IN DER FÜSSENER NATUR

Nicht Wanderkilometer stehen bei diesem Füssener Tourenangebot im Vordergrund. Vielmehr geht es um die Schulung der eigenen Naturwahrnehmung und Achtsamkeit mit Gästeführerin Ruth Wechner:
Gästeführerin Ruth Wechner beim Start zur Achtsamkeits-Wanderung. Gesunde Bewegung und Achtsamkeitsübungen stehen auf dem „Terrainkurweg Hopfen bis zum Faulensee“ im Sinne der Sebastian Kneipp-Säule „Bewegung“ auf dem ProgrammUnter dem Motto: „Achtsamkeit – der etwas andere Waldspaziergang“ sollen die Teilnehmer die Natur mit allen Sinnen erfahren: an Blumen schnuppern und Kräuter riechen, die Struktur von Baumrinden „begreifen“, den Vogelstimmen lauschen und Naturmaterialien in die Hand nehmen. Angeleitete Meditations- und Atemübungen unterstützen die Selbstwahrnehmung und eine kleine Brotzeitpause sorgt für weitere Entschleunigung. Wichtig ist der Waldexpertin, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Anregungen für eigene Touren in Füssen oder zuhause mitnehmen können. Kleine Rast mit Stärkung am Faulensee. Der Oktober-Tag ist schön und warm. Und vielleicht deshalb möchte man gerade nirgends lieber sein als genau hier. Im Wald nicht weit vom Hopfensee in Füssen, auf dem Boden liegend und nichts anderes zur Aufgabe habend, als einfach nur in den Himmel zu sehen. Das Bett auf dem weichen Waldboden ist eine Alu-Decke,  abseits der Wege, in einem Meer aus sanften Blättern.Blick in die majestätischen Baumwipfel des Waldes. Man empfindet eine große Ruhe in diesem Wald. Die Anspannung lässt nach. Das Gefühl, irgendetwas tun zu müssen. Tatsächlich reicht es jetzt, einfach nur zu liegen. Das Waldbaden ist gut fürs Immunsystem.  Wirklich nur ein Spaziergang zwischen Bäumen? Einerseits: Ja. Andererseits: Nein. Es ist mehr. In Japan – von dort kommt der Begriff – ist Shinrinyoku, zu deutsch Waldbaden, ist es längst eine anerkannte Stress-Management-Methode. Weil die ätherischen Öle der Bäume unser Immunsystem stärken. Außerdem entwickelt der Körper aufgrund der in der Waldluft enthaltenen Terpene verstärkt sogenannte Killerzellen, und die sollen sogar gegen Krebs wirken.Rucksack und passendes Schuhwerk reichen als Grundlage für die Achtsamkeits-Tour. Das sogenannte Waldinnenklima ist durch einige Besonderheiten gekennzeichnet: Die Kronen der Bäume halten die Sonnenstrahlen ab und die Bäume verdunsten Wasser, was zu kühleren Temperaturen und einer höheren Luftfeuchtigkeit führt. Ein großer Baum kann an einem warmen Tag 200 Liter Wasser verdunsten! Und nebenbei jede Menge Sauerstoff und ätherische Öle produzieren. Phytonzide wirken auf den Menschen ausgleichend und werden auch in der Naturheilkunde eingesetzt. Das Grün der Bäume soll laut Farbpsychologie außerdem die Nerven beruhigen und das Immunsystem stimulieren.Füssener Panorama mit dem Hausberg Säuling. Waldbaden – oder wie es Füssen Tourismus lieber bezeichnet: Achtsamkeitswandern – bietet eine simple Methode zur Entschleunigung. Das „einfach“ ist aber gar nicht so leicht umzusetzen. Beim Wandern funktionieren die meisten Menschen leistungsorientiert: ab mit strammem Schritt zum Ziel. Entspannen kann man dann oben – wenn das Ziel erreicht ist. Ruth Wechner setzt auf  das entgegengesetzte Programm: „Wir gehen langsam. Achten Sie mal auf alles Grüne um sich herum.“

Nach der mentalen und seelischen Stärkung geht es zurück zum Hotel, wo für das leibliche Wohl gesorgt wird. Moos, Gräser, Tannenzweige. Alles grün. Aber alles ist anders grün. Mal buschig, mal glatt, mal hell, mal dunkel, mal weich, mal borstig. Denn auch Anfassen ist beim Waldbaden Programm. Man bleibt stehen, fühlt und riecht und schaut sich um: Viele Spaziergänger ziehen – strammen Wanderschrittes – an uns vorbei. Text: Foto: Klaus Feldkeller LESEN SIE AUCH: KNEIPP-RUNDE FÜSSEN: MEHR ALS NUR KALTES WASSER Die Einladung zu dieser Medien-Reise erfolgte durch  Füssen Tourismus und Marketing.