BAD MERGENTHEIM: STADT MIT HISTORISCHEN WURZELN

Ein Rundgang durch Bad Mergentheim, der Kur- und Heilstadt mit Tradition in Tauberfranken in Baden-Württemberg:

„Märchedol“ nennen die Einheimischen von Bad Mergentheim liebevoll ihre Stadt, und auch die Besucher werden die reizvolle Stadt an der Tauber gerne erkunden. Bad Mergentheim wurde bereits 1058 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt und kann sich seit 1926 Bad nennen.
Im nordöstlichsten Teil von Baden-Württemberg gelegen: Bad Mergentheim.
Heute hat die Stadt im Nordosten von Baden-Württemberg über 22.000 Einwohner und ist ein sehr beliebter Kurort, der auch die Weintrinker anzieht. Insbesondere der Stadtteil Markelsheim ist für seine ausgezeichneten Weine bekannt. Für die Gesundheit sorgen die Heilquellen, die Bad Mergentheims Ruf einer renommierten Kurstadt begründet haben. Bad Mergentheim verfügt darüber hinaus über zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Unser kleiner Stadtbummel beginnt am Marktplatz der Stadt. Dort stehen die historischen Zwillingshäuser und auch das Münster St. Johannes Baptist, das Wahrzeichen von Bad Mergentheim. Der Schlosspark und auch der Kurpark sind angesagte Adressen, wenn es um erholsame Spaziergänge geht. Wer durch die schmucke Burgstraße bummelt, kann einen schönen Blick auf das Schloss genießen. Ein Highlight ist die fantastische Wendeltreppe im Deutschordensmuseum, und in der Pfarrkirche im Stadtteil Stuppach können Besucher die Stuppacher Madonna, eine Arbeit des berühmten Malers und Grafikers Matthias Grünewald bewundern.
Zentraler Punkt: Der Marktplatz von Bad Mergentheim.
Inmitten des Stadtkerns liegt das prächtige Deutschordensschloss, das auch den Übergang vom lebendigen Zentrum Bad Mergentheims zu den gepflegten Parkanlagen bildet. Vom 16. bis ins frühe 19. Jahrhundert war hier die Residenz der Hoch- und Deutschmeister. Ein Erbe, das im Deutschordensmuseum – dem Herzstück des Schlosses – auf über 3.000 qm eindrucksvoll erlebbar wird. Umgeben ist das Schloss westlich vom traumhaften Schlosspark, der in der Tradition eines englischen Gartens angelegt wurde.
Den Markt-Brunnen ziert die Statue des Hoch- und Deutschmeisters Wolfgang Schutzbar, genannt Milchling, unter dessen Ägide die erste Wasserleitung und das Renaissance-Rathaus von 1564 erbaut wurden.
Die beiden barocken Zwillingshäuser sind um 1780 erbaut und gelten als Zeugnisse für den gestalterischen und städtebaulichen Anspruch des späten 18. Jahrhunderts. Der verbindende Torbogen hat die Inschrift 1851. Die dreischiffige, massiv gemauerte und verputzte Basilika St. Johannes mit Polygonalchor und Chorflankenturm hat im Innern eine hochwertige, überwiegend neogotische Ausstattung und wird auf ca. 1290 datiert. Die zentral in der Kernstadt gelegene Stadtpfarrkirche ist ein herausragendes Beispiel für die Stadt- und Kirchengeschichte und zugleich eine Dominante im Stadtbild.
Relikt aus Thurn-und Taxis-Zeiten: Historischer Briefkasten am Rathaus von Bad Mergentheim.
Zentraler Punkt für Gesundheitsbewusste ist das traditionsreiche Kur- und Heilbad. Die Architektur der Wandelhalle oder der Villa im Kurpark lässt den Charme einer glanzvollen Epoche erkennen. Die drei wirkkräftigen Trinkquellen für Stoffwechselerkrankungen werden heute im Brunnentempel verabreicht. Dazu gibt es im Park Kneipp-Becken für die Arme und zum Wassertreten sowie zahlreiche weitere Gesundheitsangebote. Eine Besonderheit ist der Gradierpavillon: Die sonst nur für die Badekur geeignete Paulsquelle perlt über Schwarzdornreisig und sorgt mit ihrer Sole für eine wohltuende Meeresbrise. Der Kurpark verbindet Erholung und Kultur und so sind übers Jahr viele interessante Veranstaltungen geboten: Das große Kurparkfest mit Illumination, der Regionale Bauernmarkt, Taubertäler Weindorf im Kurpark, Weihnachtsmarkt in und um die Wandelhalle, um nur einige zu nennen.
Fotos – Text: Klaus Feldkeller
Die Einladung zu dieser Medien-Reise erfolgte durch den Tourismusverband Liebliches Taubertal
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