INNSBRUCK: HISTORISCHES ERBE UND LEBENDIGE MODERNE

Innsbruck hat als Hauptstadt Tirols einiges zu bieten. Vor allem die Synthese aus historischem Erbe und zeitgemäßem Lebensgefühl reizt die Touristen aus aller Welt. Begleiten Sie mich auf einem kleinen Stadtbummel:

Die erste Anlaufstelle bei einem Besuch der Altstadt Innsbruck ist das goldene Dachl, das Touristen fast zu jeder Tageszeit in Augenschein nehmen. Die nicht weit entfernte kaiserliche Hofburg in Innsbruck ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert. Sie ist von innen zu besichtigen, am besten bei einer Stadtführung. Ebenfalls in unmittelbarer Umgebung ist der Innsbrucker Dom eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Innsbruck. Die beiden großen Kirchentürme vom Dom zu St. Jakob sind beeindruckend. Übrigens: Wer innen fotografieren möchte, muss ein Foto-Ticket lösen. Zeit nehmen sollte man sich auch für das Schlendern durch die engen Gassen oder Straßen mit verzierten Häuserfassaden. Viele historisch anmutende Schilder an den Häusern verleihen der Altstadt ein einzigartiges Flair.
Residenz der habsburgischen Kaiser in Innsbruck: Die Hofburg.© TVB Innsbruck / Christof Lackner
Im 16. Jahrhundert verwandelte sich die Hofburg in ein Renaissance-Schloss, bis Kaiserin Maria Theresia sie Mitte des 18. Jahrhunderts im Stil des Wiener Rokoko umbauen ließ. Nach den diversen Facelifts hat die Kaiserliche Hofburg diesen Stil bis heute bewahrt. Tatsächlich soll sich die Regentin aber nur zweimal hier aufgehalten haben.  Die bekannte Triumphpforte am Ende der Maria-Theresien-Straße hält das Andenken an die Hochzeit und gleichzeitig an das Dahinscheiden Franz Stephans von Lothringen hoch – die Südseite zelebriert das Hochzeitspaar, während die Nordseite mit Trauermotiven an das Ende des Kaisers erinnert. Später soll die Hofburg für die Annehmlichkeiten der Kaiserin Elisabeth („Sisi“) adaptiert worden sein. Diese schaffte es immerhin auf ganze vier Aufenthalte im Schloss. Nach dem Ende der Monarchie war auch die Kaiserliche Hofburg von der Abschaffung des Adels betroffen.
Barocke Pracht in der Hofburg: Der Riesensaal.© TVB Innsbruck/Christian Vorhofer
Am Anfang des Rundgangs druch die Gemächer der Kaiserfamilie kommt man in den großen Saal. Maria Theresia wollte hier nicht wie sonst üblich eine Ahnengalerie zeigen. Sie wollte Bilder ihre Kinder und Enkelkinder der Nachwelt präsentieren. Daher nannte sie diesen Festsaal Familiensaal. Der Name setzt sich aber nicht durch und so wird der Saal heute als Riesensaal benannt. Er wird diesem Namen mehr als gerecht: Meterhohe Wände machen diesen Saal so beeindruckend. Die gesamte Decke ist verziert mit Bildern. Viel Stuck lassen die Zeiten der Monarchie lebendig werden. An den beiden langen Seiten des Riesensaals gibt es meterhohe große Fenster. Sie geben einen Blick auf die umliegenden Gebäude der Hofburg frei und lassen über die Dächer von Innsbruck blicken.
Innsbruck hat natürlich auch Leckereien zu bieten. © TVB Innsbruck/Cugola
Wo kann man den besten Apfelstrudel in Innsbruck essen? Mitten in der Altstadt von Innsbruck gibt es ein Café, das Strudel aller Art anbietet. Aber nicht nur den bekannten Apfelstrudel. Vom traditionellen Apfelstrudel bis zum herzhaften Tiroler Gröstlstrudel gibt es viele Variationen bei Kröll. Das Cafe öffnet in der Früh und bietet ein Frühstück an – auch mit süßen Strudeln. Bis abends dreht sich hier förmlich alles um den Strudel. Ganz leicht zu finden: Zwischen der Sehenswürdigkeit der Hofburg und dem goldenen Dachl. In der Hofgasse. Nur zu Fuß zu erreichen oder mit dem Fahrrad. Keine Zufahrt mit dem Auto, keine Parkmöglickeiten mit dem Auto.
Futuristische Architektur am Eingang der Hungerburg-Kabinenbahn. © TVB Innsbruck/ Christof Lackner
Vom Kongresszentrum in Innsbruck geht es in kurzer Fahrzeit über die Stationen „Löwenhaus“ und „Alpenzoo“ hinauf zur „Hungerburg“. Die Architektur der Stationen spielt mit den Eis- und Schneelandschaften Tirols. Massiver Sichtbeton trifft auf innovative, schwebende Schalenkonstruktionen für Überdachungen aus weissem Milchglas mit einer opaken Beschichtung, die wirkt wie eingefroren. Die verstorbene Meister-Architektin Zaha Hadid hat die Fahrt mit der Hungerburgbahn zu einem Architektur-Erlebnis gemacht, mit dem man dem Wesen Tirols näher kommt – Bergpanorama inklusive.
Der historische Stadtteil am Innufer in Innsbruck.© TVB Innsbruck/Bernhard Aichner
Die bunte Häuserzeile im Innsbrucker Stadtteil Mariahilf liegt direkt am Inn. Sie ist wohl eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt Innsbruck. Die dahinter thronende Nordkette mit der bunten Häuserkette ist vor allem zur Dämmerung ein schöner Anblick. Vom Marktplatz aus haben Sie die beste Möglichkeit, diesen beliebten Klassiker zu bewundern.
Empfehlenswertes Hotel mit Geschichte: Schwarzer Adler. Foto: Schwarzer Adler
Text: KLAUS FELDKELLERTitel-Foto: © TVB Innsbruck/Helga Andreatta

 

 

 

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