KLOSTER BRONNBACH: KLEINOD IM TAUBERTAL

Das Zisterzienserkloster Bronnbach in Wertheim gilt mit seinen Gärten als kulturhistorisches Juwel:

Unweit der Bahnstation und der Tauber an der Romantischen Strasse liegt das Kloster Bronnbach. Mit Hilfe von Stiftungen des lokalen Adels gründete der Zisterzienserorden im Jahre 1153 im Taubertal zwischen den Dörfern Gamburg und Reicholzheim das Kloster Bronnbach. Es handelte sich um eine Filiale des Klosters Maulbronn. Hier entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die großzügige Klosteranlage, die bis heute relativ unverändert in der Form erhalten ist, in der sie die Zisterzienser 1803 aufgeben mußten. Nach der Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde aus dem Zisterzienserkloster eine Fürstenresidenz.
Klerikale Preziose an der Romantischen Strasse: Kloster Bronnbach.
Neben Baum-, Kräuter- und Gemüsegärten sowie einigen Weinlagen sind drei repräsentative Gärten erhalten. Der barocke Abteigarten, mit seinem reichen Skulpturenbestand und der schmuckvollen Balustrade aus rotem Mainsandstein, befindet sich westlich des Prälatenbaus. Plätschernde Brunnen, umrahmt von historischen Zier- und Nutzpflanzen, bilden das Zentrum. Vor der um 1775 erbauten Orangerie liegt der Kräutergarten. Die Orangerie besitzt eine der größten Außenfresken nördlich der Alpen und entfaltet ihre ganze Wirkung bis in die Klostergärten hinein. Südlich des Klosteranlage schließt sich der Saalgarten mit seinen Pavillons aus dem frühen 18. Jahrhundert an. Er steht im engen Zusammenhang mit dem prächtigen Josephsaal im Innern des Klosters.
Prachtvolle Klosterkirche Mariä Himmelfahrt auf dem Zisterzienser-Gelände.
Die Architektur der alten Abteikirche Mariä Himmelfahrt entspricht im wesentlichen der Bauzeit: ein spätromanischer Kirchenbau, der Ende des 12. Jahrhunderts begonnen und 1222 geweiht wurde. Er imponiert durch seine Größe. Durch die Westfassade, die sich wie das gesamte Äußere des Gotteshauses recht schmucklos präsentiert und der bis zum Bauernkrieg 1525 eine Vorhalle vorgelagert war, betreten die Besucher das Langhaus. Es handelt sich um eine kreuzförmige, dreischiffige Basilika, deren Mittelschiff ein Tonnengewölbe überspannt. Durch Bemalung wird jedoch der Eindruck eines Kreuzgratgewölbes erweckt.
Das Herzstück im Kloster: Der Kreuzgang, der sich durch wetterbedingte Einflüsse nach außen neigt.
Im Chorbereich ist die Kirche am massivsten umgebaut worden. Die kulturell bedeutende Klosteranlage vereint die Baustile Romantik und Gotik und ist mit Kirche, Kreuzgang, Josef- und Bernhardsaal zu jeder Jahreszeit ein lohnenswertes Ziel. Mit einer Vielfalt an musikalischen Veranstaltungen öffnet sich das Kloster zudem der Öffentlichkeit. Seit 1986 ist das Kloster Eigentum des Main-Tauber-Kreises. Mit dem Hotel Kloster Bronnbach gibt es seit dem Frühjahr 2018 ein neues Ausflugsziel und Übernachtungsangebot. Warme Speisen im Restaurant werden ergänzt durch Kuchen im Café in der Orangerie der Klosteranlage. Zum Hotel gehören 13 Doppelzimmer sowie 4 Einzelzimmer, wobei somit Familien und Gruppen als auch Alleinreisende willkommen sind.
Moderne Vinothek in den alten Gemäuern von Kloster Bronnbach.

Fotos – Text: Klaus Feldkeller
Die Einladung zu dieser Medien-Reise erfolgte durch den Tourismusverband Liebliches Taubertal

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