NAHE. IDYLLE IM HERBST

Nahe_06Nahe. Und doch so fern. Verzeihung, dieses Wortspiel muss sein. Schloßböckelheim, Waldböckelheim oder Oberhausen laden ein zur beschaulichen Idylle. Weit weg von sonstiger Betriebsamkeit. Und jetzt im Herbst ist es hier noch ruhiger als sonst:Nahe_07Wald, Wein und Wasser im stillen Nahetal. Wer Ruhe und besinnliche Einkehr für ein paar Tage sucht, ist hier goldrichtig. E-Bike-Tourer, Wanderer und Wein-Liebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Landschaftlich gehört die Umgebung von Schloßböckelheim zum „Unteren Naheland“, das nordwestlich von den südlichen Vorstufen des Soonwaldes, südlich durch das Nordpfälzer Bergland und ostwärts von Rheinhessen und dem Rhein eingeschlossen wird. Nahe_01Bietet sich für Kurz-Radtouren an: Station Niederthäler Hof. Auch Kulinariker finden im Landhotel Niederthäler Hof bei moderaten Preisen ihr Ziel. Inmitten der erstklassigen Weinlage „Schlossböckelheimer Felsenberg“ entstand in historischen Mauern eine Dorado für Geniesser. Anspruchsvolle Gemütlichkeit und persönlicher Komfort in harmonischer Atmosphäre bestimmen den Stil. Nahe_03Erstklassige Lagen – Erstklassige Weine. Schlossböckelheimer Felsenberg: Der Weinbergshang ist die Geröllhalde der darüberliegenden Felsen, daraus erklärt sich auch sein Name. Das Gestein vulkanischen Ursprungs wird als Ryolith bezeichnet. Der Boden besteht aus steinig-grusigen Lehmen und ist durch die braungraue Farbe leicht erwärmbar. Er besitzt beste Wasserführung. Die extreme Hanglage und die optimale Ausrichtung nach Süden sind weitere Gründe für einen frühen Vegetationsbeginn und damit eine lange Reifephase. Hier sind auch die renommierten Winzer Dönnhoff und Schäfer-Fröhlich vertreten.Nahe_02Blick in Richtung Nordpfälzer Bergland. Unmittelbar am Weinwanderweg Rhein-Nahe – gegenüber von Schlossböckelheim – steht auf der Kuppe des Heimbergs ein 29 Meter hoher Aussichtsturm. Von der Aussichtsplattform bietet sich ein einzigartiger 360 Grad-Rundumblick vom Soonwald über den Taunus bis hin zum Nordpfälzer Bergland. Ganzjährig geöffnet – Eintritt frei. Ab dem Wanderparkplatz am Friedhof Schloßböckelheim ist ein Rundwanderweg zum Turm ausgeschildert, der auf 7 Stationen über die besondere Tier- und Pflanzenwelt des Heimbergs informiert.


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Weinland Nahe – das sind rund 4.100 Hektar Rebenfläche. Eine bewegte Erdgeschichte hat das Anbaugebiet geprägt.Stein und Wein: Die Vielfalt im Boden ist in keiner anderen deutschen Reben-Region so groß wie hier. Denn das Flüsschen Nahe liegt an einer Nahtstelle gleich mehrerer Gebiete: Rheinisches Schiefergebirge, im Berg- und Hügelland von Saar-Rhein- und Mainzer Becken. Was sich in mehr als 400 Millionen Jahren hier entwickelte, hat Auswirkungen auf den Weinbau: Facettenreiche Tropfen sind die Folge. Klima: Ausgeglichen mild und regenarm sind alle Lagen. An der oberen Nahe und ihren Seitentälern wird das Wetter von kühleren Luftmassen der Mittelgebirge Sonnwald/Hunsrück und Nordpfälzer Bergland geprägt.
Fotos/Text: Klaus Feldkeller
DER AUTOR HAT TEXT UND FOTOS OHNE FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG DRITTER ERSTELLT.
 

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