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PARK SANSSOUCI POTSDAM: STADTSPAZIERGANG „VOM HANDWERK ZUM KUNSTWERK“

Schlosspark Sanssouci gilt als baulicher und kunsthistorischer Sehnsuchtsort in Potsdam. Stadtführerin Alexandra Schmöger nimmt uns mit auf  einen Spaziergang unter dem Motto: „vom Handwerk zum Kunstwerk“: Ausgangspunkt des Spaziergangs: Die von 1845 bis 1854 erbaute Friedenskirche. Alexandra Schmöger, Die Bau- und Kunsthistorikerin betont die Bedeutung der gartenbaulichen Konzepte: „Nach dem Bau von Schloss Sanssouci wurde die Umgebung in die Gestaltung einbezogen. Es entstand ein barocker Ziergarten mit Rasenstücken, Blumenrabatten, Hecken und Bäumen. In den Heckenquartieren pflanzte man Obstbäume und in den Parkgärtnereien wuchsen Orangen, Melonen, Pfirsiche und Bananen. Park Sanssouci war von Anfang gedacht als Verbindung von Zier- und Nutzgarten.“Den Mittelpunkt – im Sinne der gesamten Park-Gestaltung – bildet das Schloß Sanssouci. Jetzt geht es zurück auf die Hauptallee und an der Großen Fontäne biegen wir ab und sehen die Weinbergterrassen hinauf zum Schloss Sanssouci. Das Sommerschloss ließ der preußische König Friedrich II. nach eigenen Plänen ab 1745 erbauten. Mit der Planung beauftragte er den Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Unter Friedrich Wilhelm IV. wurde das Schloss 1841/42 durch Umbau und Verlängerung der zwei Seitenflügel erweitert.

Die Lage des Schlosses auf den berühmten Weinbergterrassen und die original erhaltenen Raumausstattungen aus dem 18. Jahrhundert lassen den Besucher heute eintauchen in die Welt des Philosophen von Sanssouci. Die Räume sind geprägt von der Eleganz und stilvollen Prachtentfaltung des späten friderizianischen Rokokos. Sie lassen aber auch die Liebe des Königs zu der pittoresken Umgebung, dem preußischen Arkadien, deutlich spüren. Nach den drei für Preußen siegreichen Schlesischen Kriegen, deren verlustreichster der Siebenjährige Krieg war, spielte auch das bisher kleine Preußen in der 1. Liga der “Supermächte” Europas.Guide Alexandra Schmöger vor der Bildergalerie im Park Sanssouci, erbaut unter Friedrich II.  in den Jahren 1755–1764. Vorbei an der Historischen Mühle von Sanssouci (die ist eigentlich nicht historisch, sondern ein Neubau aus den 1990er Jahren; der Vorgängerbau wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört) kommen wir durch den Nordischen Garten und weiter zum zweiten Schloss: dem Orangerieschloss, auch Neue Orangerie genannt.Die Lage des Schlosses auf den berühmten Weinbergterrassen und die original erhaltenen Raumausstattungen aus dem 18. Jahrhundert lassen den Besucher heute eintauchen in die Welt des Philosophen von Sanssouci. Der Park Sanssouci in Potsdam hat eine Fläche von etwa 289 ha. Unter König Friedrich II. auch bekannt als Friedrich der Große entstand der Park mit seinen Gebäuden. Die „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ wurden am 12. Dezember 1990 auf Grund ihrer Einzigartigkeit, dem erkennbaren Einfluss auf die Kunstgeschichte und der nachweislichen Verbindung mit historisch weltweit bedeutenden Ereignissen, in die UNESCO- Welterbeliste aufgenommen.

Das Berlin-Potsdamer Welterbe umfasst heute einen Bereich, von mehr als 500 ha, der von der Pfaueninsel im Osten bis jenseits des Neuen Palais im Westen reicht. Es beinhaltet die Schlösser und Parks Sacrow, Glienicke, Babelsberg, Neuer Garten, Sanssouci und Charlottenhof, Schloss und Park Lindstedt und den Neuen Garten. Im Jahr 1992 und 1999 wurden weitere Teile der Kulturlandschaft auf die Welterbeliste aufgenommen. Dazu gehören unter anderem die Lindenalle westlich des Neuen Palais, der ehemalige Kaiserbahnhof, das Schloss Lindstedt, die Dorfanlage Bornstedt mit Kirche und Friedhof, die Kolonie Alexandrowka und die Sternwarte in Babelsberg. Betreut und verwaltet werden die Anlagen von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.Auf dem Weg zur Neuen Orangerie. Die Orangerie in Potsdam, am nördlichen Rand des Parks Sanssouci gelegen, entstand nach Skizzen des Kaisers Wilhelm IV. Die Bauzeit war außerordenlich lang, von 1851 bis 1864. Das lag zum einen an der Unentschlossenheit des Kaisers, wie der Mittelbau zu gestalten sei, zum anderen an seiner 1858 einsetzenden Krankheit. Ausgeführt wurden die Bauarbeiten unter Leitung der Architekten Friedrich August Stüler und Ludwig Ferdinand Hesse, die sich im Wesentlichen an die Wünsche Kaiser Wilhelms hielten und die Orangerie im Stil der italienischen Renaissance errichteten. [/grey_box][grey_box]Mit über 300 Meter Länge ist es das längste Gebäude im Park Sanssouci in der ehemaligen Residenzstadt Potsdam. Die Orangerie besteht aus zwei Seitenflügeln, die auch heute noch als Winterquartier für die exotischen Pflanzen im Park Sanssouci Verwendung finden und diversen öffentlichen Stellen in Potsdam als Heimstatt dienen. Die Neue Orangerie dient als Winter-Quartier für die zahlreichen exotischen Pflanzen im Schlosspark. Der eindrucksvolle Mittelbau der Orangerie wird bestimmt vom Raffaelsaal, dem zweigeschossigen Zentralraum, der 50 Kopien von Bildern des Renaissancemalers beherbergt, die in goldenen Rahmen auf rotem Seidendamast überaus wirkungsvoll präsentiert werden. Immer schon der Öffentlichkeit zugänglich, ist er einer der wichtigsten musealen Räume, nicht nur im Park Sanssouci oder in Potsdam, sondern in ganz Deutschland. Im Übrigen verfügt der Mittelbau über zahlreiche Wohn-, Arbeits – und Schlafräume, alle überaus aufwändig ausgestattet und mit Kunstwerken versehen. So wurden hier als Gäste in Potsdam die Witwe des Zaren und Schwester des Kaisers, Charlotte oder der italienische König.Der geführte Spaziergang „Park Sanssouci – vom Handwerk zum Kunstwerk“, Guide Alexandra Schmöger, wird als öffentliche Führung ab Mai 2023 angeboten – Aktuelle Termine hier: – Text: Foto: Klaus Feldkeller – LESEN SIE AUCH: BIOSPHÄRE POTSDAM: AUTHENTISCHE TROPENWELT IN BRANDENBURG Die Einladung zu dieser Medien-Reise erfolgte durch Potsdam – Marketing und Service.