SANKT ANTON AM ARLBERG: NICHT NUR EINE WINTER-DESTINATION

St. Anton am Arlberg genießt den Ruf als Top-Winter-Reiseziel mit internationalem Flair. Die Tiroler Urlaubsregion vermag ein Wintersportgebiet der Superlative anzubieten. Kann das Sommer-Angebot da mithalten?

Wanderer, Bergsteiger und Kletterer (Foto oben: Bernd Ritschel) finden hier eine große Auswahl an Touren, zwischen leicht begehbar bis hochalpin. 300 Kilometer markierte Wanderwege, klassifiziert mit dem Wandergütesiegel des Landes Tirol, bieten zahlreiche Möglichkeiten, die abwechslungsreiche Bergwelt am Arlberg zu erleben. Mountainbikern stehen über 350 Kilometer Wege und zahlreiche Tourenvarianten offen. Der Neun-Loch-Golfplatz im Ortsteil Nasserein ist wegen seiner Hanglage auch für erfahrene Golfer eine Herausforderung. Auch Familien können Erlebnis-Wanderwege nutzen, die alle Sinne ansprechen. Der WunderWanderWeg etwa macht rund um die Sennhütte auf 1.500 Metern Höhe mit der alpinen Natur vertraut. Relaxen können Gäste im Freizeit- und Wellnessbereich des Arlberg WellCom oder im Wellnesspark Arlberg-Stanzertal in Pettneu. Wer gerne zwischen Bäumen kraxelt, findet im Hoch- und Niederseilgarten Verwall das passende Areal – und mit dem arl.rock in St. Anton am Arlberg ein multifunktionales Sport- und Kletterzentrum, das zahlreiche Indoor-Aktivitäten, mehr als hundert Kletterrouten sowie Platz für verschiedenste Ballsportarten bietet.
Dörfliche Strukturen gibt es auch noch heute in der Gemeinde von St.Anton. Foto: Klaus Feldkeller
Das Tiroler Bergdorf mit seinen 2.395 Einwohnern und den Nachbarorten Pettneu, Flirsch und Strengen wird zahlreichen Urlauber-Ansprüchen gerecht und hat sich dabei viel von seiner Ursprünglichkeit und seinem traditionellen Charme bewahrt. Gäste in St. Anton am Arlberg schätzen die alpine Gemütlichkeit auf 1300 Metern Höhe genauso wie die Gastfreundschaft und Internationalität. Die Tiroler Destinatiom ist ein Bergdorf – traditionell und modern zugleich – mit der Natur einer imposanten Gipfelwelt und den Annehmlichkeiten eines weltläufigen Ferienorts. Urlaub entlang der Almwiesen rund um St. Anton am Arlberg – der Wiege des alpinen Skisports – kann auch im Sommer ein Erlebnis sein.
Die moderne Galzig-Gondelbahn wurde 2006 fertiggestellt. Foto: ABB St. Anton am Arlberg.
1937 entstand in St. Anton am Arlberg mit der Galzigbahn eine der ersten Gondeln im Alpenraum. 210 Personen konnten damit pro Stunde in das Herz des Skigebietes auffahren. Die Galzigbahn führt von der Talstation in St. Anton direkt auf den Berg Galzig. Die Valluga I und Valuga II sind die Fortsetzung der Galzigbahn. Die Umsteigestation befindet sich auf dem Vallugagrat. Während der Fahrt genießt man ein beeindruckendes Panorama über das österreichische Bundesland Vorarlberg. Die hochalpine Landschaft beeindruckt mit einzigartigen Ausblicken auf die Bergwelt. Für kulinarischen Genuss am Berg sorgen zahlreiche Hütten und Bergrestaurants.
Enge Spalten, luftige Überhänge, zerklüftete Kämme prägen die
hochalpine Gipfelwelt rund um St. Anton am Arlberg. Foto: Patrick Bätz.
Rund um St. Anton am Arlberg stehen
rund 70 Kletterrouten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Wahl. Ein Muss für erfahrene Kletterer ist der Arlberger Klettersteig – er zählt zu den „Extremklassikern“ im Alpenraum. Dort können Alpinisten
sogar auf Tuchfühlung mit Haizähnen gehen:
2.000 Meter Stahlseil, 1.050 Seilklemmen, 500 Haken: Der knapp zwei Kilometer lange Arlberger Klettersteig gehört zu den schönsten, aber auch schwierigsten Steigen der Alpen. Gut abgesichert aber zum Teil sehr exponiert, verläuft er hoch über St. Anton an einem langen Grat bis zur Weißschrofenspitze. Im Klettergarten Schnanner Klamm sorgen etwa 40 Routen (Schwierigkeitsgrad 3 bis 9) für  das nötige Adrenalin. Entlang der wildromantischen Gesteinswände können sich auch Boulderer an bis zu acht Meter hohen Wänden ausprobieren. Rund um Darmstädter Hütte und Kuchenspitze mit 3.148 Metern ist zudem ein  abgesichertes Gneis-Klettergebiet entstanden. Hier befinden sich sieben Klettergärten mit rund 70 weiteren Routen.
Touren mit dem E-Bike sind auch rund um St. Anto am Arlberg eine beliebte Freizeit-Beschäftigung. Foto: Klaus Feldkeller
Nach der erfolgreichen Vorjahrespremiere stand St. Anton am Arlberg 2019 wieder ganz im Zeichen der „elektrischen“ Hochgefühle auf zwei Rädern. Beim „E-Bike Fest“ Mitte Juni testeten sich Interessierte in und um das Tiroler Bergdorf nach Herzenslust durch die Branchen-Neuerungen. Auf dem Festivalgelände beim Veranstaltungszentrum Arlberg WellCom präsentieren Top-Hersteller wie Haibike, Scott, Nox oder Mondraker die aktuellsten E-Bikes, Zubehör sowie technische Entwicklungen. Neugierige jeden Alters konnten die Modelle vor der Arlberger Alpenkulisse auf geführten Touren oder gratis auf eigene Faust ausprobieren. Infos unter www.ebikefest.at
Wandern mit Gipfelblick – ein 300 Kilometer langes Streckennetz durchzieht die St. Antoner Bergwelt. Foto: Wolfgang Burger
Rucksack packen, Schuhe schnüren und los geht’s! Mit einem 300 Kilometer weiten Wanderwegenetz warten in der Urlaubsregion St. Anton am Arlberg fast grenzenlose Möglichkeiten. Themenwege wie die Rundtour „Glaube und Geschichte“ im Stanzertal führen dabei nicht nur mitten hinein in die alpine Bergwelt, sondern auch durch das ursprüngliche Leben der Region. Wer von der Tiroler Natur nicht genug bekommt, begibt sich auf den 280 Kilometer langen Adlerweg, eine spektakuläre Fernwanderoute mit insgesamt 24 Etappen. Markante Gipfel, Bergseen und bunte Almwiesen bietet der „Adlerweg“. Er zählt mit seinen 300 Kilometern zu den eindrucksvollsten Fernwanderrouten in Tirol. Quer durch das Land führt er in 24 Etappen von St. Johann am Wilden Kaiser über das Karwendel- und Rofangebirge bis hinauf nach St. Christoph am Arlberg. Besonders schwierige Abschnitte lassen sich umgehen, was die Strecke für Genusswanderer ebenso reizvoll macht. Ein Stück Tiroler Vergangenheit erwandern Interessierte auf dem dreieinhalb Kilometer langen Themenweg „Glaube und Geschichte“ rund um die Arlberger Gemeinde Schnann im Stanzertal. Die 13 Stationen entlang des leichten Pfads erzählen von der frühen Almwirtschaft, dem Schicksal der Schwabenkinder sowie berühmten Dorfbewohnern wie Orgelbauer Josef Sies und dem Zauberer „Schnanner Drajer“. www.themenwegschnann.at
Die Ruhe der Berge rund um St. Anton am Arlberg aufsaugen. Foto: Patrick Säly
Bei zahlreichen Veranstaltungen haben die Urlauber im Sommer von Ende Juni bis Mitte September Gelegenheit, Tradition und Brauchtum kennen zu lernen, beispielsweise beim Dorf- oder Musikfest. Zudem lockt das internationale Filmfest Ende August die Alpinsport-Elite unter dem Motto „Berge, Menschen, Abenteuer“ nach Tirol. Auch präsentiert sich St. Anton am Arlberg erneut als Hauptstadt der internationalen Yogi-Szene. Beim Mountain Yoga Festival in der Tiroler Urlaubsregion vermitteln  Experten wie Marc Laws oder Tanja Seehofer Fachwissen über Sonnengruß, Kranich und Co. – mal in Höhenlagen von bis zu 1.800 Metern, mal an Kraftorten im Tal. Dabei stehen unterschiedliche Stilrichtungen für jedes Level auf dem Programm. Jenseits der Matte erwarten die Gäste Wanderungen, Workshops, Vorträge sowie ein „Yoga Bazar“, untermalt mit chilligen Sounds.
Der Gore-Tex Transalpine-Run, eines der härtesten Mehrtagesrennen weltweit, führte Bergläufer 2019 zum siebten Mal über das Etappenziel St. Anton am Arlberg/Tirol. Foto: Klaus Feldkeller
Zu zweit über acht Etappen und vier Länder: Das ist der Gore-Tex Transalpine-Run. Eine Teilstrecke der wohl härtesten Alpenüberquerung Europas führte mehrere Hundert Zweier-Teams Anfang September 2019 von Lech über das Etappenziel St. Anton am Arlberg bis nach Landeck in Tirol. Insgesamt erstreckte sich der hochalpine Trail-Lauf von Oberstdorf im Allgäu bis nach Sulden am Südtiroler Ortler und somit über 260 Kilometer mit 16.000 Höhenmetern in acht Etappen und vier Ländern. Der „Gore-Tex Transalpine-Run“ gilt als eines der anspruchsvollsten Mehrtagesrennen der Welt und richtet sich an ambitionierte Berg- und Marathonläufer.
Ganzjährige Aktivitäten in St. Anton am Arlberg. Das Sport- und Kletterzentrum arl.rock Foto: TVB St. Anton am Arlberg
Klettern und Bouldern, Tennis, Volleyball, Badminton, Squash oder Kegeln: Im Sport- und Kletterzentrum arl.rock in St. Anton am Arlberg sind Aktive bestens aufgehoben – zu jeder Jahreszeit. Nomen est omen – die Architektur des arl.rock in St. Anton am Arlberg ist einem Fels nachempfunden. Die extravagante, felsähnliche Architektur des arl.rock weist schon von außen auf die Aushängeschilder des Sportzentrums hin: Mit insgesamt 1.000 Quadratmeter Kletterfläche stehen rund 100 unterschiedliche Kletterrouten verschiedenster Schwierigkeitsgrade zur Verfügung – 30 davon outdoor. Wer es weniger steil bevorzugt, wählt eine der beiden Klettersteigrouten zum 18 Meter hohen Turm im Außengelände. Indoor warten 80 Quadratmeter Boulderfläche und knapp 70 Kletterrouten in den Schwierigkeitsgraden 3 bis 9. Für Gäste, die lieber am Boden bleiben, gibt’s zahlreiche Alternativen: Dank eines Spezialbelages können die zwei Tennisplätze je nach Bedarf auch für Basketball, Volleyball, Tischtennis oder Badminton genutzt werden. Zum Squash geht’s in den eigenen Court, Kegler spielen auf vier modernen Bahnen. Weitere Informationen unter www.sommerkarte.at
Das Ski- und Heimatmuseum St. Anton am Arlberg lädt Besucher zu einem Rundgang durch die Geschichte des international bekannten Wintersportortes am Arlberg. Foto: Klaus Feldkeller
Ganz ohne Wintersport geht es auch im Sommer nicht. Das Ski- und Heimatmuseum ist im Trier-Haus untergebracht, das 1912 von dem Deutschen Bernhard Trier erbaut wurde. Das Museum gibt Einblicke in den Straßen- und Eisenbahnbau am Arlberg und dokumentiert die Skigeschichte St. Antons. Am 3. Januar 1901 schrieben sportliche Einwohner Skisport-Geschichte. Sechs Freunde marschierten an diesem Tag von St. Anton am Arlberg nach St. Christoph und wurden am Ziel ihrer Skitour vom dortigen Hospizwirt empfangen. Eine Rast, die sich zu einer fröhlichen Feier entwickelte und mit der Gründung des Ski-Club Arlberg endete. Heute zählt der Ski-Club weltweit rund 8.000 Mitglieder aus 61 Ländern. Bereits drei Jahre später wurde die nächste Vision realisiert, die damals in der Bergwelt einmalig war: das „1. Allgemeine Skirennen“. Mit der Gründung der ersten Skischule weltweit setzte Hannes Schneider aus St. Anton im Winter 1921/1922 einen Meilenstein, indem er den Skikurs „erfand“. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Skiort, in dem die Urlauber entsprechend ihres Könnens in Gruppen eingeteilt und nach festgelegten Richtlinien unterrichtet wurden.

Die Einladung zu dieser Medien-Reise erfolgte durch den Tourismusverband St. Anton am Arlberg

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