Bernkastel-Kues: Zwischen Fachwerk-Idylle und Weinbergen

Wenn man das erste Mal über die Brücke von Kues nach Bernkastel spaziert, fühlt es sich ein bisschen so an, als würde man direkt in eine Postkarte hineinlaufen. Die bunten Fachwerkhäuser drängen sich so dicht an die steilen Schieferfelsen, dass kaum Platz für die schmalen Gassen bleibt.

Kreuzfahrtschiff-Direktorin Sabine Hinz gibt Infos zum Tages-Programm. Mein Ausflug an die Mittelmosel begann ganz entspannt am frühen Vormittag.  Mein erster Weg führte mich direkt in das Herz der Altstadt: den mittelalterlichen Marktplatz. Es ist fast unmöglich, hier nicht sofort die Kamera zu zücken. Besonders das berühmte Spitzhäuschen hat es mir angetan.

Es steht seit 1416 auf einem Fundament, das viel zu schmal für das ausladende Obergeschoss wirkt, und verkörpert den Charme dieser Stadt perfekt.

Wer hier früh ankommt, entgeht den großen Reisegruppen und kann die Details der geschnitzten Holzbalken in Ruhe bewundern, bevor man sich in einer der kleinen Bäckereien ein frisches Stück Obstkuchen für den Aufstieg sichert.

Denn wer die wahre Dimension der Moselschleife begreifen will, muss nach oben. Der Wanderweg zur Burgruine Landshut führt mitten durch die weltberühmten Weinlagen.

Es ist ein steiler Pfad, auf dem die Sonne im Schiefer reflektiert wird, aber jeder Schritt lohnt sich. Oben angekommen, liegt einem das Tal förmlich zu Füßen.

Die Ruine selbst ist heute ein Ort zum Durchatmen. Ich saß eine Weile auf der Terrasse, den Blick auf die tiefblaue Mosel gerichtet, und gönnte mir ein Glas des lokalen Rieslings. Man merkt schnell: Wein ist hier kein Getränk, sondern Lebensgefühl.

Wieder unten im Tal angekommen, lohnt sich der Wechsel zurück auf die Kueser Seite. Während Bernkastel laut und bunt ist, zeigt sich Kues von einer ruhigeren, fast intellektuellen Seite. Das St.-Nikolaus-Hospital mit seiner gotischen Kapelle und der historischen Bibliothek ist ein echtes Juwel für Kulturliebhaber.

Es ist faszinierend zu sehen, wie das Erbe des Gelehrten Nikolaus von Kues bis heute bewahrt wird. Zum Abschluss meines Tages zog es mich noch einmal an die Uferpromenade.

Mit einem Eis in der Hand beobachtete ich die vorbeiziehenden Schiffe und die untergehende Sonne, die die Weinberge in ein goldenes Licht tauchte.

Bernkastel-Kues mag ein touristischer Hotspot sein, aber seine Seele – diese Mischung aus harter Arbeit am Hang und purer Lebensfreude im Glas – ist absolut authentisch geblieben.

nicko cruises

Facts Sheet:

Nicko Cruises hat sich über Jahrzehnte hinweg als einer der bedeutendsten Akteure auf dem europäischen Markt für Flusskreuzfahrten etabliert. Mit Sitz in Stuttgart steht das Unternehmen heute unter dem Dach der portugiesischen Mystic-Holding und verfolgt eine klare Philosophie: das „Slow Cruising“. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um das bewusste Erleben von Landschaften und Kulturen, kombiniert mit dem Komfort eines schwimmenden Hotels.

Das Herzstück des Angebots bilden die klassischen Flussreisen auf den großen europäischen Wasserwegen wie Donau, Rhein, Mosel und Elbe. Doch der Radius von Nicko Cruises reicht weit über die Grenzen Europas hinaus; so gehören auch Sehnsuchtsziele wie der Nil in Ägypten oder der Mekong in Südostasien zum festen Repertoire.

Ein besonderes Merkmal ist dabei die konsequente Ausrichtung auf den deutschsprachigen Gast. Von der Bordansage über die Menükarten bis hin zu den organisierten Landausflügen ist die Kommunikation nahtlos auf Deutsch gestaltet, was für eine entspannte und vertraute Atmosphäre sorgt.

In den letzten Jahren hat das Unternehmen sein Portfolio erweitert und den Sprung auf die Hochsee gewagt. Mit Schiffen wie der Vasco da Gama besetzt Nicko Cruises eine Nische abseits des Massentourismus der Megaliner. Die Schiffe sind bewusst kleiner dimensioniert, was es ihnen ermöglicht, auch abgelegene Häfen und schmale Buchten anzusteuern, die für große Kreuzfahrtschiffe unzugänglich bleiben.

Disclaimer: Die Reise erfolgte auf Einladung von nicko cruises. Dies hat keinen Einfluss auf die Berichterstattung.

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