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ROMANTIK AM CHURFRANKEN-MAIN: HENNEBURG UND MILTENBERG

ROMANTIK AM CHURFRANKEN-MAIN: HENNEBURG UND MILTENBERG

„Burgfräulein“ vor der Henneburg.

Die im 17. Jahrhundert verlassene Burg Henneburg liegt auf einem Sporn im Maintal. Heute ist sie nur noch im ruinösen Zustand vorhanden und beeindruckt mit ihren gut erhaltenen Überresten.

Zahlreiche kleine Details und eine eindrucksvolle Hoffassade mit Treppentürmen prägen das Bild der Burg und machen sie in ihrer Art einzigartig.

Burg Henneburg liegt direkt an einer lang gezogenen Kurve des Mains und ist aus jeder Richtung kommend, schon von weitem, auf ihrem Berg thronend, zu sehen.

Die Straße zur Burg verläuft durch eine steile, kleine Hügellandschaft und führt direkt durch eine tiefe und eindrucksvolle, natürliche Schlucht auf einen kleinen Parkplatz vor dem äußeren Tor.

Drei mächtige Wehrtürme

Durch einen Zwinger gelangt man an der sehr gut erhaltenen Wehrmauer mit ihren drei mächtigen Wehrtürmen vorbei zum Tor der Vorburg. Die alten Wehrmauern tragen heute noch zahlreiche Balkenauflager und Balkenlöcher, die auf die einstige Existenz von Wehrgängen hinweisen.

Zudem sind an den oberen Seiten der Türme weitere Auflager zu erkennen, die von gestützten Plattformen zeugen. Zu beiden Seiten verliert sich die langgezogene Mauer im Wald und erinnert an den einstigen Verbund mit der Stadtmauer.

Über die Mauer hatte die Besatzung der Burg die Möglichkeit sich an jeden Verteidigungspunkt der Stadt zu begeben. Burg Hennerberg bildete dabei den Abschluss zur Angriffsseite der Stadt und schützte somit den schwächsten Bereich.

Verteidigungspunkt der Stadt

Heute wie damals erfolgt der Zugang Henneburgs über das Tor der Vorburg, das durch einen Wehrtürme flankiert wird. Vor dem Tor befand sich ein Halsgraben, über den eine Zugbrücke führte. Diese wurde im Laufe der Jahrhunderte durch eine feste Brücke ersetzt. Hinter der Brücke sind noch die Reste zweier Wehrbauten zu finden, von denen der Angreifer vor dem Tor unter Beschuss genommen werden konnte.

Burg Henneburg befindet sich etwas oberhalb von Stadtprozelten, direkt am Main.

Innerorts ist sie aufgrund der Gaststätte weitreichend ausgeschildert. Einen Namen hatte die Region zwischen dem sogenannten Mainknie und Aschaffenburg bis vor ein paar Jahren nicht.

Findige Touristiker tauften sie schliesslich in Anlehnung an die früheren Landesherren und die heutige Zugehörigkeit zu Bayern und dem Frankenland „Churfranken“: Architektonische Perle des Landstrichs ist zweifelsohne Miltenberg.

Römer bezogen Stellung

Die Stadt präsentiert sich fast rein mittelalterlich, mit einem Fachwerkensemble voller Giebel und Erker, eng mit winkeligen Gassen, romantisch in einen großen Bogen des Flusses angelehnt.

Der lud bereits die Römer ein, hier ihren Limeswall mit zwei Kastellen zu sichern und an den sonnigen Hängen Wein anzubauen. Es war vermutlich ums Jahr 1200, als der Mainzer Erzbischof die Burg Mildenberg als östliche Verteidigungsanlage errichten ließ.

Von da an lenkten mehr als 600 Jahre lang die geistlichen und weltlichen Herrscher aus der Rheinmetropole die Geschicke des Ortes und seiner fruchtbaren Umgebung an den waldreichen Höhen von Spessart und Odenwald.

Blick von der Mildenburg.

Über der Stadt Miltenberg erhebt sich die Mildenburg. Nach umfangreichen Restaurierungen beherbergen nun ihre Innenräume ein weiteres Museum der Stadt Miltenberg, in dem sich Ikonen und zeitgenössische Kunstwerke miteinander der Öffentlichkeit zeigen.

Im Museum.Burg.Miltenberg präsentieren sich neben russischen und griechischen Ikonen sowie rumänischen Hinterglas-Ikonen aus der Sammlung Dr. Joachim und Marianne Nentwig Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts.

Ein weiteres Prunkstück Miltenbergs ist der Gasthof Riesen, ein Fachwerkjuwel aus der Zeit, als der Mainzer Erzbischof den Miltenbergern das Stapel-, Umschlags- und Geleitrecht verlieh.

Könige haben im „Riesen“ genächtigt

Das war 1368, und der Ort stieg zur bedeutenden Handelsstadt auf. Die zahlreichen Ausflugsgruppen von den vielen Mainschiffen, die heutzutage hier landen, bestaunen fränkische Fachwerk-Schnitzereien, Neidfratzen und Handwerkerzeichen, und hören von den Stadtführern Geschichten über Hexenwahn und Hochwassergefahr.

„Im Hof des Gasthofes Riesen konnten 100 Pferde Quartier machen“, ist zu vernehmen, „König Ludwig von Bayern, Kaiser Karl IV. und Barbarossa haben in der Giebelsuite genächtigt.“

Ein weiteres Aushängeschild Miltenbergs ist der Gasthof Riesen.

Das war 1368, und der Ort stieg zur bedeutenden Handelsstadt auf.  Die zahlreichen Ausflugsgruppen von den vielen Mainschiffen, die heutzutage hier landen, bestaunen fränkische Fachwerk-Schnitzereien, Neidfratzen und Handwerkerzeichen, und hören von den Stadtführern Geschichten über Hexenwahn und Hochwassergefahr.

„Im Hof des Gasthofes Riesen konnten 100 Pferde Quartier machen“, ist zu vernehmen, „König Ludwig von Bayern, Kaiser Karl IV. und Barbarossa haben in der Giebelsuite genächtigt.“

Hochdekorierte Brauerei in Miltenberg: Faust.

Zahlreiche Spezialitäten offeriert die Brauerei Faust, darunter auch das Pils alkoholfrei oder das Schweinviertler, benannt nach dem ältesten Stadtviertel Miltenbergs. Eine besondere Sorte ist der holzfassgereifte Eisbock, der im Jahr 1890 erfunden worden sein soll.

Der Legende zufolge hatte ein Brauergeselle abends keine Lust mehr, die Bockbierfässer in den Keller zu rollen. Während der Winternacht erstarrte das Bier zu Eis, woraufhin der Braumeister den Gesellen zur Strafe befahl, die Flüssigkeit in der Mitte der Eisblöcke zu trinken.

Charakteristische Milde

Dass dies durchaus keine Strafe darstellte, beweist heute die Beliebtheit des malzig-süßen Gebräus. Seine charakteristische Milde erreicht das Bier durch das monatelange Ausfrieren in Holzfässern. Das reichhaltige Sortiment der Brauerei wird in einer besonderen Schatzkammer aufbewahrt.

Blickfang im Zentrum von Miltenberg: Der blumengeschmückte Brunnen. 

Architektonische Perle des Landstrichs ist zweifelsohne Miltenberg. Die Stadt präsentiert sich fast rein mittelalterlich, mit einem Fachwerkensemble voller Giebel und Erker, eng mit winkeligen Gassen, romantisch in einen großen Bogen des Flusses angelehnt.

Der lud bereits die Römer ein, hier ihren Limeswall mit zwei Kastellen zu sichern und an den sonnigen Hängen Wein anzubauen. Es war vermutlich ums Jahr 1200, als der Mainzer Erzbischof die Burg Mildenberg als östliche Verteidigungsanlage errichten ließ.

Von da an lenkten mehr als 600 Jahre lang die geistlichen und weltlichen Herrscher aus der Rheinmetropole die Geschicke des Ortes und seiner fruchtbaren Umgebung an den waldreichen Höhen von Spessart und Odenwald.

„Staffelbrunser“: der „Glee“ („Kleine“), der „Gross“ (Große) und der „Angeber“. 

Viele Städte und Gemeinden haben Spott- und Spitznamen, die heutzutage vor allem im Karneval verwendet werden. Die Miltenberger sind die „Staffelbrunser“ und diesem Spottnamen wird mit dem „Staffelbrunserbrunnen“ gedacht.

Auch wenn sich um die Herkunft dieses Spitznamens verschiedene Legenden ranken, ist die plausibelste Erklärung, dass diejenigen, die in früherer Zeit ihr Wasser am Staffelbrunnen holten, als „Staffelbrünnler“ bezeichnet wurden. Irgendwann wurde diese Bezeichnung auf alle Miltenberger ausgeweitet und zum „Staffelbrunser“ verballhornt. – „Brunsen“ ist das hiesige Wort für „urinieren“. 

Die Figuren stellen unterschiedliche Charaktere dar: der „Glee“ („Kleine“), der „Gross“ (Große) und der „Angeber“. Erstellt wurde der Brunnen von dem Aschaffenburger Bildhauer Helmut Kunkel im Auftrag des Fremdenverkehrsvereins Miltenberg.

Fotos: – Text: Klaus Feldkeller  – Die Medienreise erfolgte auf Einladung des Tourismusverband Churfranken.
Churfranken e.V. 
Geschäftsführerin: Brigitte Duffeck, Hauptstraße 57, 63897 Miltenberg Tel. +49 (0) 9371 660 69 75, Fax. 660 69 79, E-Mail: info@churfranken.de www.churfranken.de
BUNTSANDSTEIN: GESCHICHTE AUF ERLEBNIS-WEG

BUNTSANDSTEIN: GESCHICHTE AUF ERLEBNIS-WEG

Churfranken, eine malerische Region im Herzen Deutschlands.

Sie ist nicht nur für seine Weinberge und historischen Städte bekannt, sondern auch für seine geologische Besonderheit: den Buntsandstein. Der Buntsandstein-Erlebnis-Weg nimmt mit auf eine faszinierende Reise durch die Geschichte und Geologie dieser einzigartigen Landschaft. Der Buntsandstein ist eine geologische Formation, die vor etwa 250 Millionen Jahren während des Trias-Zeitalters entstand. Er ist bekannt für seine charakteristische rote Färbung, die auf das Vorhandensein von Eisenoxid zurückzuführen ist.

Reiche Flora und Fauna

Diese Färbung verleiht der Landschaft von Churfranken eine ganz besondere Atmosphäre. Auf dem Buntsandstein-Erlebnis-Weg haben Besucher die Gelegenheit, die geologischen Besonderheiten dieser Region hautnah zu erleben. Der Weg führt durch felsige Schluchten, vorbei an imposanten Sandsteinformationen und durch dichte Wälder, die von einer reichen Flora und Fauna bewohnt werden.

Peter Mayer, Projektleiter des Buntsandstein-Projektes, erläutert in Collenberg die Geschichte des Steins.

Historische Zeugnisse

Der Buntsandstein hat nicht nur geologische Bedeutung, sondern spielte auch in der Geschichte eine wichtige Rolle. Auf Ihrem Weg werden Wanderer auf historische Zeugnisse stoßen, die von der Nutzung des Buntsandsteins durch die Menschen erzählen. Dazu gehören alte Steinbrüche, in denen der Sandstein abgebaut wurde, sowie mittelalterliche Burgen und Schlösser, die aus dem Buntsandstein erbaut wurden. Diese Bauwerke zeugen von der Robustheit und Haltbarkeit dieses Materials.

Ökologie des Buntsandsteins

Die Landschaft des Buntsandstein-Erlebnis-Wegs ist nicht nur geologisch und historisch interessant, sondern auch ökologisch wertvoll. Die Wälder und Felsformationen bieten Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Hier können Besucher seltene Orchideenarten, farbenprächtige Schmetterlinge und zahlreiche Vogelarten entdecken.

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten entlang des Weges: Das Museum Bürgstadt.

Während der Wanderung entlang des Buntsandstein-Erlebnis-Wegs gibt es zahlreiche Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte. Dazu gehören: Aussichtspunkte: Unterwegs stoßen Wanderer auf spektakuläre Aussichtspunkte, von denen aus sie die atemberaubende Landschaft von Churfranken überblicken können. 

Geologische Interpretationszentren:

Entlang des Weges gibt es Informationszentren, die ihnen dabei helfen, die Geologie und Geschichte des Buntsandsteins besser zu verstehen. Hier können sie spannende Fakten und Exponate entdecken. Picknickplätze: Es gibt zahlreiche Picknickplätze entlang des Weges, an denen Besucher eine Pause einlegen und die Natur genießen können. Packen Sie einen Korb mit regionalen Köstlichkeiten und machen Sie es sich gemütlich. Wanderwege für alle Schwierigkeitsgrade: Der Buntsandstein-Erlebnis-Weg bietet Wanderwege für Anfänger und erfahrene Wanderer gleichermaßen. Interessierte können sich für eine kurze Tagestour oder eine längere mehrtägige Wanderung entscheiden.

Zeugen der Bauhistorie: Grabmäler in Reistenhausen/Churfranken.

Der Buntsandstein-Erlebnis-Weg in Churfranken ist eine faszinierende Reise durch die Zeit, bei der die Besucher die Geologie, Geschichte und Natur dieser Region hautnah erleben können. Die einzigartigen Landschaftsformationen, historischen Zeugnisse wie die Buntsandstein-„Barone“ und die vielfältige Flora und Fauna machen diesen Weg zu einem unvergesslichen Erlebnis für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte gleichermaßen. Wer auf der Suche nach einer eindrucksvollen Outdoor-Erfahrung ist, sollte den Buntsandstein-Erlebnis-Weg unbedingt in seine Reisepläne aufnehmen. 

INFO-BOX: Was ist Churfranken?

Als Genussregion Churfranken bezeichnet man die westlich ausgerichtete Region
Frankens, die sich als Urlaubsregion mit vielen Veranstaltungen, tollen Weinen und nett
anzusehenden Landschaften perfekt für einen Kurzurlaub oder Wochenendausflug
eignet. Als Ausgangspunkt für Ausflüge in der Region bietet sich Miltenberg an, das am
Main gelegen mit vielen Unterkunftsmöglichkeiten aufwartet

Fotos: – Text: Klaus Feldkeller  – Die Medienreise erfolgte auf Einladung des Tourismusverband Churfranken.
Churfranken e.V. 
Geschäftsführerin: Brigitte Duffeck, Hauptstraße 57, 63897 Miltenberg Tel. +49 (0) 9371 660 69 75, Fax. 660 69 79, E-Mail: info@churfranken.de www.churfranken.de
CHURFRANKEN: „WEINE MIT AUSGEPRÄGTEM CHARAKTER“

CHURFRANKEN: „WEINE MIT AUSGEPRÄGTEM CHARAKTER“

Das Motto des Weingutes von Gerhard (Titel-Foto) & Helga Stich in der Weinbauregion Churfranken lautet „WEINE MIT CHARAKTER FÜR MENSCHEN MIT CHARAKTER“. 

Die beliebten Frankenweine dieses Weingutes wurden bereits mehrmals vom Fachblatt Falstaff beschrieben. Unter anderem gibt es den Müller-Thurgau trocken von „Frank & Frei“ und den Bürgstadt Centgrafenberg Riesling Kabinett trocken.

Das Weingebiet des Gutes Stich basiert auf der Landschaft des Centgrafenbergs und des Hundsrücks.

Diese werden als die bedeutendsten Steillagen in der Region Churfranken angesehen. Im Mainbogen bei Bürgstadt gibt es kultivierte Lagen mit kunstvollen Trockenmauern aus Buntsandstein, auf denen sonnenliebende Spätburgunderreben zu großen Gewächsen heranwachsen. Helga und Gerhard Stich wurden als gelernte Winzer und Weinbautechniker im Bewusstsein dieser Tradition zu Überzeugungstätern für alles, was dem Wein und seinem Genuss zuträglich ist.

Winzer seit Jahrzehnten

Beide stammen aus Winzerfamilien, in denen die Gastronomie und das Holzküferhandwerk seit Generationen praktiziert wurden.

Seit Jahrzehnten führen sie zusammen mit der gesamten Familie das Weingut. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit sind unscharf. Jeder legt seine eigenen Schwerpunkte, um eine stimmungsvolle Leistung zu erbringen, die jedes Jahr vollständig überzeugt und immer wieder erfreut.

Das Weingut Stich befindet sich heute im ehemaligen Gasthaus „Zum Löwen“, welches dem Gutshof seinen Namen verlieh.

Das historische Gebäude aus der Jahrhundertwende, das mit gelben Klinkersteinen gemauert ist und mit Verzierungen aus rotem Sandstein verziert ist, wurde sorgfältig renoviert, um seinen charakteristischen Jugendstilcharakter zu bewahren.

Blick auf den Main bei Bürgstadt. 

In Deutschland ist er der längste und in Europa sucht er seinesgleichen: der Fränkische Rotwein-Wanderweg. Auf rund 70 Kilometern Länge, die leicht in Etappen erwandert werden können, durchstreift er Churfranken, die Genießerregion am Main, zwischen Odenwald und Spessart.

Gute Planungsmöglichkeiten einer erlebnisreichen Wanderreise ermöglicht dabei bis ins Detail das Internet. Der Fränkische Rotwein Wanderweg ist über die Autobahn Frankfurt – Würzburg (BAB 3, Abfahrt Stockstadt [von Norden kommend] oder Abfahrt Wertheim [von Süden kommend] leicht erreichbar, die Zielorte sind dann entweder direkt Großwallstadt oder Bürgstadt, wahlweise eine der 25 Städte und Gemeinden der touristischen Region Churfranken; Unterkünfte weist die Internetseite churfranken.de aus.

Von Großwallstadt bzw. Bürgstadt aus erschließen sechs gemütliche Wanderetappen auf dem Fränkischen Rotwein Wanderweg das Terroir des churfränkischen Spätburgunders.

Wein für gehobenen und alltäglichen Genuss.

So süffeln die Churfranken gern einen einfachen, aber kräftigen Portugieser. Außerdem gibt es wunderbare Frühburgunderweine oder Spezialitäten wie die roten Rebsorten Regent und Domina.

„Rote“ färben das Herbstlaub 

Die 72 Kilometer lange Gesamtstrecke ist in bequemen Tagestouren zu erwandern und ist eine erlebnisreiche Route für alle Jahreszeiten. Der Rebaustrieb im Mai hat seine Reize, wie wenig später auch der Juni, wenn die Rebblüten, die Gescheine, die Rebstöcke zieren.

Das üppige Grün der Rebflächen prägt den Hochsommer der Monate Juli und August.

Ab späterem August bereits, beginnen die „Roten“ in ihr Herbstlaub umzufärben – ein herrlicher Anblick. Mitgliedsgemeinden sind Altenbuch, Amorbach, Bürgstadt, Collenberg, Dorfprozelten, Eichenbühl, Elsenfeld, Erlenbach, Faulbach, Großheubach, Großostheim, Großwallstadt, Kleinheubach, Kleinwallstadt, Klingenberg, Laudenbach, -Miltenberg, Mönchberg, Neunkirchen, Niedernberg, Obernburg, Rüdenau, Stadtprozelten, Sulzbach, Wörth. Herbstlaub prägt den Weinberg dann im Oktober.

Panorama mit Buntsandstein und Weinbergen.

Und selbst in der Zeit danach, bis zum erneuten Austrieb im Frühling, sind die Weinberge entlang des im Tal dahinfließenden Maines nicht etwa unattraktiv: Nein, entlaubt zeigt die Natur nun ihre markante Gliederung, die charmante Struktur der churfränkischen Landschaft.

Sie gibt jetzt den Blick auf die Lieblichkeit des Maintals zwischen Odenwald und Spessart auf ganz eigentümliche Weise frei. Wer gerne allein mit sich oder allein zu zweit unterwegs ist, findet auf den Streckenabschnitten des Rotwein Wanderweges Zeit für sich selbst und immer wieder exponierte Haltepunkte zum lnnehalten und staunenden Schweigen, genießt den ruhigen Blick ins Tal, aufs Wasser.

Wer lieber in Gruppen reist, findet hier leicht bis mäßig angestrengt zu begehende Streckenabschnitte, auf denen es sich nebenbei gut plaudern lässt.

Und wanderfreudige Rotweingenießer, die den fachkundigen Fingerzeig schätzen, engagieren sich eine Gästeführerin oder einen Gästeführer „Weinerlebnis Franken“.

Rotwein-Papst Rudolf Fürst hat hier seine Weinberge.

Der Rotwein-Wanderweg. Ohne menschliches Zutun würde ein Regenguss den Boden samt Rebstöcken ganz einfach in den Main schwemmen.

Also hat man fleißig terrassiert: Schon vor Jahrhunderten haben die Winzer tonnenweise roten Sandstein zu Mauern aufgetürmt, alles von Hand und ohne Mörtel. Zwischen den Mauern liegen nun kleine ebene Flächen für die Rebstöcke.

Die Mauern speichern Wärme, die sie dann nachts wieder abgeben – perfekt für die Wärme liebenden Rotweintrauben. An manchen Hängen liegen sage und schreibe 100 solche Mauern übereinander – das sind allein in den Weinbergen von Klingenberg etwa 250 Kilometer Trockenmauern.

Häckerwirtschaft

Häcke kommt von Hacken und der Winzer ist der Häcker, weil er seine Reben immer hacken muss. In der Häcke verkauft der Winzer zu bestimmten Zeiten im Jahr seinen eigenen Wein und kleine Speisen. Einfach in den Weinkalender von Churfranken schauen.

Da steht drin, welcher Häcker in welchem Ort gerade seine Häcke geöffnet hat. Und wo welches Weinfest ist. In der Häcke kommt jeder ganz unkompliziert mit Menschen ins Gespräch, weil man sich einfach auf einen freien Platz setzt.

Je mehr Schoppen, desto mehr Gespräch. Der Unterschied zu anderen Lokalen ist der: Ein Bierlokal ist voll, wenn an jedem Tisch eine Person sitzt. Eine Häcke ist erst voll, wenn wirklich überall zusammengerückt ist. Das kann passieren, weil Häcken in Churfranken außerordentlich beliebt sind.

Sommelière Niki Restel berät im Gasthaus „zur Krone“ in Großheubach.

Das Dorfgasthaus „zur Krone“ von Ralf und Niki Restel wurde mit den Jahren immer anspruchsvoller, phantasievoller. Niki machte die Ausbildung zur Sommelière und verwaltet heute einen ansehnlichen Weinkeller mit regionalen aber auch ausgewählten internationalen Spitzenweinen, alles zu relativ moderaten Preisen.

Die Krone liegt an der Bundesstraße mitten in Großheubach bei Miltenberg am Main. Die Restaurant-Einrichtung ist solide-konservativ-ländlich, gänzlich unprätentiös, wie ein richtiges Dorfgasthaus, niedrige Decken, massives Holz, mit Liebe zum Detail wechselnd dekoriert, mit Stoff eingedeckte Tische.

Dazu gibt’s hinter dem Haus im Innenhof einen netten Biergarten und eine umgebaute Scheune für Festivitäten aller Art.

Fotos: – Text: Klaus Feldkeller  – Die Medienreise erfolgte auf Einladung des Tourismusverband Churfranken.
Churfranken e.V. 
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