Saarburg und Saarschleife: Monumentale Naturwunder

Saarburg: Wo das Wasser rauscht und die Zeit stillsteht

Es gibt Orte, die fühlen sich beim ersten Betreten an wie eine Kulisse aus einem Gebrüder-Grimm-Märchen. Saarburg, die romantische Kleinstadt im Dreiländereck zwischen Deutschland, Luxemburg und Frankreich, ist genau so ein Ort. Wer hierherkommt, wird nicht nur von der imposanten Burgruine begrüßt, sondern von einem Geräusch, das man in einem Stadtzentrum so kaum erwartet: dem gewaltigen Tosen eines Wasserfalls.

Das Herz der Stadt: Der Wasserfall inmitten der Gassen

Das unbestrittene Highlight Saarburgs ist der Leukbach-Wasserfall. Mitten in der Oberstadt stürzt sich der Bach fast 20 Meter in die Tiefe, um sich unten in die Saar zu ergießen. Es ist ein spektakulärer Anblick, der Saarburg den Beinamen „Klein-Venedig“ eingebracht hat. Doch die Idylle ist nicht rein natürlich: Bereits im Mittelalter leiteten die Bürger den Bach künstlich um, um die Wasserkraft für ihre Mühlen zu nutzen.

Rund um das Becken des Wasserfalls, am sogenannten Buttermarkt, lässt es sich herrlich verweilen. Hier reihen sich bunte Fachwerkhäuser und gemütliche Cafés aneinander. Wer auf einer der kleinen Brücken steht und den Blick über die blumengeschmückten Geländer schweifen lässt, vergisst schnell den Alltag. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch im Amüseum, das direkt am Wasserfall liegt und Einblicke in die traditionellen Handwerke der Stadt bietet.

Ein Spaziergang durch die Geschichte: Von der Burg zum Staden

Nachdem man sich am Wasserfall sattgesehen hat, führt der Weg fast automatisch bergauf zur Saarburg. Sie thront seit dem Jahr 964 über dem Tal und gilt als eine der ältesten Höhenburgen im Südwesten Deutschlands.

Der Aufstieg wird belohnt: Vom Bergfried aus genießt man einen Panoramablick über das schimmernde Band der Saar und die umliegenden Weinberge des „Saarburger Rausch“. Für den Erhalt der Anlage sorgen heute übrigens ganz besondere „Landschaftspfleger“: Eine Herde Ziegen hält den Bewuchs rund um die Ruine kurz.

Wieder zurück im Tal, sollte man den Weg in die Unterstadt, den sogenannten Staden, nicht auslassen. Während oben das bunte Treiben herrscht, geht es hier unten direkt am Saarufer beschaulicher zu. Früher lebten hier die Fischer und Schiffer. Heute laden die schmalen Gassen und historischen Häuserzeilen zum Träumen ein.

Ein Abstecher zur Glockengießerei Mabilon rundet die Zeitreise ab. Bis 2002 wurden hier Glocken für die ganze Welt gegossen; heute kann man das beeindruckende Museum besichtigen.

Kulinarik und Lebensart: Riesling und Regionales

Saarburg ist nicht nur ein Fest für die Augen, sondern auch für den Gaumen. Die Region ist berühmt für ihren Saar-Riesling, der auf den steilen Schieferhängen rund um die Stadt wächst. Ein Glas kühler Weißwein in einer der Vinotheken gehört zum Pflichtprogramm.

Wer Hunger mitbringt, hat die Wahl zwischen gehobener Gastronomie und uriger Gemütlichkeit. Das Restaurant Dopamin in der Villa Keller bietet Fine Dining auf höchstem Niveau, während man im angeschlossenen Wirtshaus bei regionalen Klassikern und einem Biergarten-Blick auf die Burg wunderbar entspannen kann.

Wer die majestätische Kurve der Saar bei Mettlach besucht, erlebt eine beeindruckende Symbiose aus erdgeschichtlicher Kraft und moderner Architektur.

Ein modernes Highlight, das die Perspektive auf die Saarschleife revolutioniert hat, ist der Baumwipfelpfad. Dieser führt Besucher auf einer Länge von über einem Kilometer sanft durch die Kronen von Buchen, Eichen und Douglasien. Das absolute Glanzstück ist jedoch der 42 Meter hohe Aussichtsturm am Ende des Pfades.

Die architektonisch beeindruckende Holzkonstruktion schraubt sich ramponiert in die Höhe und ist komplett barrierefrei konzipiert. Oben angekommen, stehst du über den Wipfeln und genießt ein Panorama, das bei klarer Sicht weit über das Saartal hinaus bis zu den Vogesen nach Frankreich reichen kann. Es ist ein erhabenes Gefühl, den Wind in dieser Höhe zu spüren, während einem die Welt buchstäblich zu Füßen liegt.

Eine völlig andere, weitaus entspanntere Perspektive bietet eine Schifffahrt ab Mettlach. Wenn das Schiff langsam durch die enge Kurve gleitet, blickt man ehrfürchtig zu den steilen Hängen des Steinbachtals hinauf und spürt die Ruhe des Wassers. Nach der Rückkehr lohnt sich ein Abstecher in das Zentrum von Mettlach, dem Hauptsitz des Weltunternehmens Villeroy & Boch.

Die alte Abtei mit ihrem wunderschönen Park und dem Erlebniszentrum ist die ideale Ergänzung zu einem Tag in der Natur. Hier trifft die industrielle Tradition des Saarlands auf moderne Ästhetik.

Die Saarschleife ist weit mehr ist als nur ein schnelles Ziel für ein Selfie. Ob durch den Nervenkitzel auf dem Aussichtsturm, die sportliche Herausforderung auf den Wanderpfaden oder die Entschleunigung an Bord eines Schiffes – die Region rund um Mettlach und Orscholz bietet eine Vielfalt, die man so im Südwesten Deutschlands selten findet.

nicko cruises

Facts Sheet:

Nicko Cruises hat sich über Jahrzehnte hinweg als einer der bedeutendsten Akteure auf dem europäischen Markt für Flusskreuzfahrten etabliert. Mit Sitz in Stuttgart steht das Unternehmen heute unter dem Dach der portugiesischen Mystic-Holding und verfolgt eine klare Philosophie: das „Slow Cruising“. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um das bewusste Erleben von Landschaften und Kulturen, kombiniert mit dem Komfort eines schwimmenden Hotels.

Das Herzstück des Angebots bilden die klassischen Flussreisen auf den großen europäischen Wasserwegen wie Donau, Rhein, Mosel und Elbe. Doch der Radius von Nicko Cruises reicht weit über die Grenzen Europas hinaus; so gehören auch Sehnsuchtsziele wie der Nil in Ägypten oder der Mekong in Südostasien zum festen Repertoire.

Ein besonderes Merkmal ist dabei die konsequente Ausrichtung auf den deutschsprachigen Gast. Von der Bordansage über die Menükarten bis hin zu den organisierten Landausflügen ist die Kommunikation nahtlos auf Deutsch gestaltet, was für eine entspannte und vertraute Atmosphäre sorgt.

In den letzten Jahren hat das Unternehmen sein Portfolio erweitert und den Sprung auf die Hochsee gewagt. Mit Schiffen wie der Vasco da Gama besetzt Nicko Cruises eine Nische abseits des Massentourismus der Megaliner. Die Schiffe sind bewusst kleiner dimensioniert, was es ihnen ermöglicht, auch abgelegene Häfen und schmale Buchten anzusteuern, die für große Kreuzfahrtschiffe unzugänglich bleiben.

Disclaimer: Die Reise erfolgte auf Einladung von nicko cruises. Dies hat keinen Einfluss auf die Berichterstattung.

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