Wo das Wasser über Jahrtausende hinweg faszinierende Unterwelten schuf, zeigen uns heute drei Experten ihre ganz persönlichen Sehnsuchtsorte und die unvergleichliche Vielfalt der Alb.
Auf dem Gipfel: Weitblick und Gastfreundschaft am Lemberg
Mit 1.015 Metern markiert der Lemberg den höchsten Punkt der Schwäbischen Alb. Hier oben, im Donaubergland, hisst Katharina Siedler täglich die Fahne am 33 Meter hohen Turm.
Es ist das Signal für Wanderer: Die Lemberghütte ist geöffnet. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einer grandiosen Aussicht über den Oberhohenberg bis hin zum Kehlen belohnt.
Für Katharina ist der Gipfel jedoch mehr als nur ein Aussichtspunkt; es ist ein Ort der Begegnung. Ob Stammgast oder Fernwanderer – die herzliche Atmosphäre steht im Mittelpunkt.
Besonders Familien schätzen die liebevoll gestalteten Spielstationen wie Murmelbahnen und den Barfußpfad, die den Lemberg zu einem Ziel für alle Generationen machen.
Die ruhige Mitte: Entspannung beim Streuobstwiesenbaden
In der sanften Mitte der Alb, auf etwa 416 Metern Höhe bei Rottenburg-Dettingen, prägen über 1,5 Millionen Bäume eines der größten Streuobstgebiete Europas. Hier hat Verena Blessing ihre Berufung gefunden. Als Kursleiterin für Streuobstwiesenbaden nutzt sie die Weite der Landschaft, um Menschen aus dem stressigen Alltag zurück zur Natur zu führen.
Im Gegensatz zum klassischen Waldbaden bietet die Streuobstwiese ein Gefühl von Freiheit und Offenheit. Unter knorrigen Apfelbäumen lässt sich die würzige Luft und das Singen der Vögel besonders intensiv erleben.
Für Verena war dieser Ort der Anker nach einem drohenden Burn-out – heute gibt sie ihre Erfahrung in Kursen weiter und hilft anderen, auf den weiten Wiesen der Alb wieder zu sich selbst zu finden.
Im Bauch der Alb: Abenteuer in Deutschlands tiefster Schauhöhle
Tief unter der Erdoberfläche offenbart die Schwäbische Alb ihr verborgenes Gesicht. Rund 2.800 Höhlen durchziehen das Kalkgestein der Region. Einer, der sich hier besonders wohlfühlt, ist der Höhlenforscher Alexander Schneider. Sein Revier ist die Tiefenhöhle Laichingen, die Besucher bis zu 55 Meter tief unter die Erde führt.
Während Forscher wie Alexander sich in entlegene Schächte abseilen, können Gäste die Unterwelt sicher über Eisentreppen und befestigte Wege erkunden. 600 Stufen führen vorbei an bizarren Felsformationen und engen Gängen, die sich plötzlich in gewaltige Hallen öffnen.
Es ist eine faszinierende Reise in die Erdgeschichte, die die rohe Kraft des Wassers und die Stille im Inneren des Berges spürbar macht.





